Epoche II · 1975–1995

Postmoderne
in Stuttgart.

James Stirlings Neue Staatsgalerie machte Stuttgart 1984 weltberühmt – als Ort, an dem die Postmoderne ihren vielleicht bedeutendsten deutschen Bau hinterließ.

Fokus: James Stirling

Der Bau, der alles verändert hat.

Neue Staatsgalerie, 1984

James Stirling kombinierte klassische Elemente – Rotunde, Rampen, Säulen – mit grellem Tiefpink, Moosgrün und Himmelblau und schuf einen Bau, der sowohl konservative als auch avantgardistische Kritiker verblüffte. Die öffentlichen Durchwegungen durch den Baukörper wurden zum Modell für Museumsarchitektur weltweit.

Stirling starb 1992. Sein Bau in Stuttgart gilt als sein Hauptwerk und als das Paradebeispiel der Postmoderne in Deutschland schlechthin.

Tiefpink, Moosgrün, Himmelblau: Stirlings Farbpalette war eine Provokation gegen den grauen Sichtbeton seiner Zeit – und ist bis heute unvergessen.

Tiefpink
Moosgrün
Himmelblau

5 dokumentierte Bauten

Postmoderne & Dekonstruktivismus.

12
1989 · Campus Vaihingen

Hysolar-Gebäude

Behnisch & Partner, Stuttgart

Eines der frühen dekonstruktivistischen Manifeste in Deutschland. Schräge Ebenen, scheinbar zufällige Durchbrüche, eine bewusst instabile, kinetische Wirkung. Der Bau steht als Zeugnis des experimentellen Geists auf dem Stuttgarter Campus.

DekonstruktivismusBehnischForschungsbau
13
1996 · Kulturmeile

Musikhochschule Stuttgart

Wilford Schupp Architekten, Stuttgart

Einer der auffälligsten Bauten auf der Stuttgarter Kulturmeile. Das Gebäude kombiniert Sichtbeton, Glas und Terrakottaelemente zu einer expressiven Komposition. Wilford Schupp – das Büro von Stirlings Partner Michael Wilford – zeigt, wie Baukultur weitergegeben wird.

KulturmeileWilford SchuppMusikhochschule
14
2002 · Kulturmeile

Haus der Geschichte Baden-Württemberg

Wilford Schupp Architekten, Stuttgart

In direkter Nachbarschaft zur Staatsgalerie und Musikhochschule. Außen sachlich, innen offen und vielschichtig – die Architektur unterstützt die museale Vermittlung von Geschichte ohne sich in den Vordergrund zu drängen.

MuseumKulturmeileWilford Schupp

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